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Gibt es Alternativen zur Dominanz der GAFA-Ökonomie? GaFa, das sind die Riesen im internationalen Online-Markt:  Google, Amazon, Facebook, Apple. Als &Co können einige branchenspezifische Online-Plattformen - wie beispielsweise booking.com oder airbnb - in der zweiten Reihe mit dazu gezählt werden.  

Die wachsende Macht der großen Internet-Portale hat Auswirkungen nicht nur auf den Online-Markt. Die Werbebranche war eine der ersten Branchen, die diese Macht der Veränderungen erfahren hatte. Bald folgten der Büchermarkt, die Tourismusbranche und der gesamte Einzelhandel.  

Es gibt heute im allgemeinen keinen Bereich mehr im privaten, gesellschaftlichen, politischen, technischen oder ökonomischen Zusammenhang, der nicht von dem digitalen Wandel und den digitalen Möglichkeiten erfasst und gar dominiert wird.  

Suchmaschinen

Suchmaschinen und soziale Netzwerke dominieren das Ringen um neue Kunden und das Sammeln von Informationen über Kunden und Produkte. Mit dem gesammelten Wissen über Markt-Teilnehmer (User) lassen sich gezielt Werbe-Botschaften platzieren. Mit mehr Wissen über Produkte-Trends lässt sich schnell ein Marktvorteil beschaffen. Alles begann mit einfachen Verweis-Kataloge und Suchmaschinen, deren Namen heute kaum noch jemand kennt.  

 
Suchmaschinen und personalisierte Werbung
Einen eigenen Index haben nur Google, Bing (Micro Soft), Yandex (Russland), Baidu (China, für englische Seiten: Bing). Alle anderen Suchmaschinen, wie z.B. Ecosia.org oder DuckDuckgo.com, nutzen diese Indizes per Lizenz und sind damit nicht unabhängig.  

Daten für eine personalisierte Werbung werden bisher wesentlich gesammelt per: Cookies, detaillierte User-Profile, wer-kennt-wen, Likes, User-Anmeldungen und -Verhalten auf Plattformen. Diese persönlichen Daten werden dazu genutzt, passende Werbe-Inhalte, mit möglichst geringem Streuverlust, bei den Usern einzublenden.  

Eine Einschränkung des Cookie-Tracking ist 2020 bereits für einige weit verbreitete Browser angekündigt worden. Ab Mai 2021 wird sogar Google das Cookie-Prinzip nicht mehr einsetzen, sondern auf das von Google für sich neu geschaffene Kohorten-Prinzip umstellen. Damit werden in Zukunft Cookies von Browsern zunehmend blockiert werden, z.B. bei Chrome, Firefox, Safari. Ein Hintergrund, der zu diesem Wandel führte, liegt sicherlich in den Vorgaben der europäischen DSGVO. Bezüglich der IP-Adressen werden zudem zunehmend, wie bei mobiler Nutzung üblich, wechselnde IP-Adressen auch bei Festnetz-Anschlüssen eingesetzt. Damit ist eine einfache Identifizierung eines Users per IP-Adresse nicht mehr möglich. Google wird jedoch über seine Werbesysteme, wie Google-Ads und andere Service-Systeme, weiterhin uneingeschränkt mit User-Daten beliefert werden und darauf einen exklusiven Zugriff haben. Damit wird sich die Dominanz von Google am Werbemarkt sicherlich weiter verstärken.  

Durch das Kohorten-Prinzip ( Federated Learning of Cohorts, FloC ) wird zukünftig der Browser im Mittelpunkt der Zuordnungen zu den Interessen-Kohorten stehen. Die Zuordnungen erfolgen strikt Browser-lokal. Wahrscheinlich verstößt dieses Prinzip jedoch auch gegen die DSGVO. Dadurch, dass bei Anwendung dieses Prinzips nicht nur eine Werbung, sondern eine ganze Bandbreite an Werbung an den Browser schickt wird, aus der der Browser die best-passende Werbung auswählt, wird sich auf jeden Fall der Datenverkehr weltweit erhöhen und damit der Energiebedarf für diesen zusätzlichen Datentransfer, was aus Sicht des Klimawandels nicht vorteilhaft ist.  

Berichte und Meldungen

Google, März 2021: Google nimmt den Journalismus an die Hand:   Magazine  

FAZ, Februar 2021: Australien schmiedet Allianz gegen Tech-Konzerne:   Bericht  

Unterkunft in Deutschland:   www.finde-Unterkunft
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